Neijia Kung Fu

Neijia Kung Fu steht für innere Kampfkunst.


In diesem speziellen Kurs konzentrieren wir uns intensiver auf die kämpferische Anwendung der Kampfkunst. Hier können die Grenzen zwischen traditionellen und modernen Methoden verschwimmen.


Es werden dabei Elemente aus Tui Shou(Schiebende Hände), Sanshou(vielfältiges freies Kämpfen) und Sanda(sportliches moderneres Kämpfen) verwendet.

Das Aufwärmtraining kann hier sportlich ausfallen. Es können Schläge, Kicks und Abwehrtechniken trainiert werden. Die Übungen können sowohl energetischer als auch ruhiger ausfallen.

Auch ist das Ziel des Kurses ein Gespür für einen Partner zu entwickeln.  Vor allem soll es aber Spaß machen. 


Sanshou:

Der Chen-Stil ist bekannt für seine dynamischen Bewegungen, Explosivkraft (Fajin), und die Verbindung von weichen, fließenden Bewegungen mit plötzlichen, kraftvollen Entladungen. 


Das folgende Video zeigt eine übliche Kurzform der 8 Kräfte des Chen Stil Taijiquan mit anschließender Anwendung an einem Partner.
-> Diese 8 Kräfte bilden eine wichtige Grundlage fürs Sanshou im Chen Stil Taijiquan:


Sanshou im Chen-Stil wird durch folgende Prinzipien angewandt:


Ting Jin – Das "Hören" der Kraft

Der Kämpfer erspürt mit Berührungen die Kraft und Absichten des Gegners, um die beste Reaktion zu finden.

Hua Jin – Die Umleitung der Kraft

Ankommende Angriffe werden durch kreisförmige oder spiralförmige Bewegungen abgelenkt.

Fajin – Explosive Kraftentladung

Plötzliche Kraftausbrüche, wie sie im Chen-Stil typisch sind, werden genutzt, um Gegner mit minimalem Aufwand effektiv zu treffen.

Klebende und Haftende Techniken

Im Nahkampf wird Kontakt mit dem Gegner aufrechterhalten, um dessen Bewegungen zu kontrollieren und gezielt zu kontern.

Qinna – Hebel und Kontrolltechniken

Gelenkhebel und Kontrolltechniken ermöglichen es, den Gegner zu fixieren oder kampfunfähig zu machen.

Chansijin – Die Sprialkraft

Die spiraligen Bewegungen helfen, die Energie des Gegners umzulenken und eigene Angriffe mit maximaler Effizienz auszuführen.

Tritte, Feger und Würfe

Im Gegensatz zu weicheren Taiji-Stilen nutzt der Chen-Stil auch Tritte, Feger und Würfe.


Tui Shou:

Der Chen-Stil hat verschiedene Tui-Shou-Methoden, die sowohl in festgelegten als auch in freien Mustern praktiziert werden. Bei Tui Shou geht es vor allem um das Aufnehmen und Umlenken der Energie des Gegners in dem man die Spiralkraft nutzt um Angriffe zu absorbieren und Energie umzulenken.

Man startet bei einhändigen Tui Shou Übungen bei welchen die Schulung von Sensibilität, Timing und Grundlagen der Energieumlenkung im Mittelpunkt stehen. In diesem Zusammenhang können bereits erste Anwendungen trainiert werden. Weiter geht es dann mit beidhändigen Übungen wo die Koordination und der Wechsel zwischen Yin und Yang mit beiden Armen geschult wird. Und schließlich werden die Bewegungen nicht mehr in statischer Position ausgeführt, sondern mit aktiver Beinarbeit mit dem Ziel Dynamik, Anpassungsfähigkeit und Körpermechanik in Bewegung zu schulen. Man lernt an einem sich bewegendem Gegner kleben zu bleiben und diesem zu folgen. 


Sanda:

Sanda ist ein chinesisches Vollkontakt-Kampfsystem, das Schläge, Tritte, Würfe und Clinchtechniken kombiniert. Es basiert auf traditionellen chinesischen Kampfkünsten, wurde aber für den modernen Wettkampf optimiert und beinhaltet sowohl offensive als auch defensive Strategien. Sanda legt außerdem Wert auf dynamische Bewegungen, Timing und das Nutzen der gegnerischen Kraft. Es wird sowohl als sportlicher Wettkampf, als auch als effektives Selbstverteidigungssystem praktiziert.